Das 6. Sozial- und Umweltforum in der Ostschweiz
Sind wir nicht alle ein bisschen SUFO?
Am Mittwoch, 5. Mai 2010 machten sich 6 TransFair Jeunes auf in die Schweiz, genauer gesagt nach St. Gallen, um am Sozial- und Umweltforum, kurz SUFO, teilzunehmen.
Als wir nach einer langen Zugfahrt spätabends ankamen, wurden wir herzlich von zwei Mitgliedern des Organisationskomitees (OK) empfangen und jeweils zu dritt in einer Familie untergebracht.
Die Gastfreundschaft der Schweizer Familien war wirklich überwältigend und wir verbrachten eine lustige Zeit mit ihnen.
Am Donnerstag frühmorgens ging es dann los mit dem St. Gallener Ökomarkt, wir halfen beim Aufbauen und organisierten einen Stand zum Thema Reis. Es gab einen Parcours für Schüler, wo sie jede Menge Infos über Reisanbau, Grüne Revolution und Gentechnik erhielten und bei einem Quiz mitmachen konnten.
Den Abend verbrachten wir bei einem gemütlichen Abendessen mit langen Gesprächen im Kreise unserer Gastfamilie und am Freitag hatten wir bis zum Abend Zeit, die Stadt zu erkunden.
Ein Drittel der Gruppe hatte es sogar geschafft, die Stiftsbibliothek zu besuchen und war begeistert von den Filzpantoffeln und der ägyptischen Mumie.
Am Abend bei der Podiumsdiskussion „Hunger zur Vorspeise, Elend zum Nachtisch – Wer schreibt die Rezepte des täglichen Massakers?“ diskutierten Franziska Teuscher, Nationalrätin der Grünen, Ulrich Hoffmann von der UN Konferenz für Handel und Entwicklung, Francois Meienberg von der Erklärung von Bern und Al Imfeld, Schriftsteller und Journalist unter der Moderation von Oliver Fahrni über Agrarpolitik, Biotreibstoffe und den täglichen Wahnsinn des Hungers.
Die Freitag- und Samstagnacht verbrachten wir im Pfadfinderheim Dreilinden in einer Massenunterkunft mit einer tollen Aussicht über die Stadt.
Am Samstag war es endlich soweit, die Workshops starteten!
Die TransFair Jeunes Gruppe leitete einen von den 59 angebotenen Workshops.
DEAL!, Ein Spiel über Welthandel und Globalisierung, wurde von den Teilnehmern begeistert angenommen und schon nach kurzer Zeit entbrannten zwischen den „Produzenten“ und den „Börsenmarklern“ heftige Verhandlungen über die Rohstoffe.
Dass man einmal selber „Welthandel“ spielen konnte und nicht nur trockene Fakten zu hören bekam, machte dieses Spiel besonders spannend und lehrreich.
Gegend Mittag kam am SUFO Marktstimmung und internationales Flair auf, was auf die vielen Stände mit leckeren Gerichten aus aller Welt und dem bunten Menschengemisch zurückzuführen war.
Bei den Workshops am Nachmittag teilten wir uns auf, damit wir möglichst viele verschiedene Eindrücke von den diversen Workshops sammeln konnten.
Während die einen Friedenslieder sangen, sich in brasilianischer Kampfkunst übten oder das afrikanische Lebensgefühl beim Tanzen kennen lernten, besuchten die anderen Diskussionen und Vorträge über „Honduras vor und nach dem Putsch“, „Fairer Handel – Gewissensberuhigung oder mehr?“ und „Alternative Medien“.
Um aber nicht nur im stillen Kämmerlein über eine bessere Welt zu diskutieren, sondern auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, fand im Anschluss an die Workshops die Kundgebung „Eine andere Welt ist möglich“ statt, dabei wurden die Ideen, Resultate und Forderungen des SUFOs mit Hilfe von Plakaten, Musik und Reden in die Welt hinausgetragen.
Einen gelungen Tag schließt man am besten mit einem gelungen Abend ab und dazu bot das Straßenfest mit verschiedenen Konzerten die perfekte Möglichkeit.
Unsere letzte Station vor der Nachtruhe im Pfadfinderheim war das „Rümpeltum – dort wo der Name Programm ist“. ☺
Am nächsten Tag war es dann auch schon Zeit, beim Aufräumen zu helfen, unsere Sachen zu packen und sich von neuen Freunden zu verabschieden.
Die Gruppe nahm nicht nur einen Sack voller schöner Erinnerungen und Begegnungen mit Gleichgesinnten mit nach Hause, sondern auch neue Motivation und Ideen für zukünftige Aktionen und Projekte.
Und nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei!












